Große Konferenz mit hunderten Teilnehmenden in einem historischen Saal, Blick von oben auf ein voll besetztes Auditorium mit Bühne, Rednerpult und Leinwand
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05.01.2026

Die Jahresschlussveranstaltung "VERSAMMLUNG EHRBARER KAUFLEUTE"

(gegründet 1517) fand am 31. Dezember 2025 im Börsensaal der Handelskammer Hamburg statt. 
Prof. Norbert Aust skizierte die Vision für Hamburg: „Wie wollen wir 2040 leben und wovon?

Anwesend war der fast vollständige Hamburger Senat unter der Führung des Bürgermeisters Dr. Peter Tschentscher.

In seiner beeindruckenden Rede entwirft er zu Beginn das Bild eines Hamburgs im Jahr 2040 als emissionsfreie, international vernetzte und technologisch führende Stadt, deren Hafen und Wissenschaftsstandort den Ruf einer europäischen Innovationshauptstadt begründen.

Dieses Zukunftsbild sei für ihn keine Utopie, sondern das strategische Ziel der Standortstrategie „Hamburg 2040“, deren Kern eine kraftvolle Vision als Motor für Veränderung, Investitionen und gesellschaftlichen Zusammenhalt ist.

Norbert Aust kritisiert aus meiner Sicht zurecht, dass es in Deutschland und auch in Hamburg zu oft an langfristigem Gestaltungswillen mangelt, obwohl gerade Innovation und strategische Klarheit nötig wären, um wirtschaftliche Unsicherheit und geopolitische Umbrüche zu bewältigen.

Hamburg habe jedoch eine solide Ausgangsposition mit stabiler Politik, starkem Branchenmix und exzellenter Forschung, müsse diese Stärken aber entschlossener in marktfähige Innovationen übersetzen.

Zentral sei dabei, das „Death Valley of Innovation“ zwischen Forschung und Anwendung zu überwinden, etwa durch Fokus auf Schlüsseltechnologien, Sonderinnovationszonen und ein eigenständiges, krisenfestes Innovationsbudget.

Der Präses der Handelskammer Hamburg hebt besonders Hamburgs Fortschritte in den Bereichen Künstliche IntelligenzScience City, TechCity Harburg, Reallabore und Hochschulen hervor und sieht darin die Basis für internationale Wettbewerbsfähigkeit.

Große Zukunftsprojekte wie DESY und das geplante Röntgenmikroskop PETRA IV stehen für ihn exemplarisch für innovationsgetriebene Infrastruktur, die technologische Souveränität in Europa sichern kann.

Olympische und Paralympische Spiele in Hamburg versteht Aust schließlich nicht als Selbstzweck, sondern als möglichen Innovationsbeschleuniger, der Infrastruktur, internationale Sichtbarkeit und den Mut zur Umsetzung der Vision Hamburg 2040 bündeln könnte.

Bleibt abzuwarten, wie sich die Hamburger in einer Befragung dazu verhalten werden.

Aus meiner Sicht war die Veranstaltung wieder eine ideale Gelegenheit, damit Hamburger Kaufleute der Politik übermitteln können, wie die Weichen für eine prosperierende Wirtschaft gestellt werden müssen.

Collage Aust